Chessence Premium ist die zweithöchste Stufe der Online-Schachschule von Großmeister Niclas Huschenbeth und kombiniert die Videokurse der Masterclass mit wöchentlichem Live-Training.
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Mit 129 Euro im Monat ist es deutlich teurer als das reine Kursangebot. Dieser Beitrag ordnet ein, was Premium konkret bietet, was Nutzer berichten und für wen sich der Aufpreis lohnen kann.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit großer Sorgfalt recherchiert. Dennoch sind alle Angaben zum Angebotsumfang und zu den Preisen ohne Gewähr und können sich jederzeit ändern. Der Artikel wurde am 02.08.2026 veröffentlicht und zuletzt am 02.08.2026 editiert.
Was ist in Chessence Premium enthalten
Premium schließt die komplette Chessence Masterclass mit ein und ergänzt sie um Live-Elemente. Laut Anbieter gehören dazu mindestens vier Live-Gruppentrainings pro Woche mit erfahrenen Trainern, in denen unter anderem eingereichte Partien analysiert werden, sowie vier Live-Seminartage im Jahr mit Niclas Huschenbeth persönlich, deren Inhalt eine Mischung aus intensivem Training und lockerem Austausch ist.
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Dazu kommen vier bis fünfstündige Webinare und Workshops zu einzelnen Themen wie praktischen Turmendspielen oder dem Spiel mit der Initiative, sowie vier exklusive Wochenend-Turniere im Jahr, die für die DWZ ausgewertet werden. Trainiert wird laut Anbieterseite unter anderem von GM Elisabeth Pähtz, IM Dirk Schuh, IM Christian Braun und IM Dirk Sebastian.
Alle Live-Formate werden aufgezeichnet und stehen im Nachhinein im Mitgliederbereich zur Verfügung, was das Format auch für Teilnehmer mit unregelmäßiger Zeit praktikabel macht.
Was Nutzer berichten
Auf der offiziellen Seite finden sich mehrere ausführliche Erfahrungsberichte. Ein Nutzer beschreibt, dass für ihn nach guten Erfahrungen mit den Videokursen der Wechsel zu Premium naheliegend war, wobei besonders die Aufzeichnung aller Trainings hilfreich sei, da er sie im Nachhinein ansehen könne. Ein anderer Nutzer hebt hervor, dass ihm die regelmäßigen Analysen mit den Trainern sowie die Webinare mit GM Elisabeth Pähtz besonders viel gebracht hätten und er die Premium-Mitgliedschaft entsprechend jedem direkt empfehlen würde.
Solche Aussagen sollten allerdings eingeordnet werden: Es handelt sich um selbst ausgewählte Testimonials auf der eigenen Verkaufsseite des Anbieters, nicht um eine unabhängige Stichprobe. Kritische oder gemischte Erfahrungen tauchen dort naturgemäß seltener auf.
Die Grenzen unabhängiger Bewertungen
Ein Blick auf externe Testseiten zeigt ein durchwachsenes Bild der Qualität verfügbarer Rezensionen. Viele der auffindbaren Testberichte zu Chessence stammen von Affiliate-Websites, deren Betreiber selbst offen darlegen, dass ihr Geschäftsmodell auf vermitteltem Umsatz mit Online-Kursen basiert.
Das bedeutet nicht automatisch, dass die Inhalte falsch sind, macht sie aber tendenziell weniger unabhängig als eine redaktionelle Bewertung ohne finanzielles Interesse am Verkauf. Wer nach echten Erfahrungsberichten sucht, sollte deshalb gezielt auch nach Diskussionen in Schachforen suchen, in denen Nutzer ohne Verkaufsabsicht ihre Meinung teilen, statt sich ausschließlich auf Testportale zu verlassen.
Was für Premium spricht
Im Vergleich zum reinen Videokurs bietet Premium einige Dinge, die sich mit Selbststudium allein kaum ersetzen lassen:
Direktes Feedback zu eigenen Partien. Videokurse vermitteln allgemeines Wissen, ersetzen aber keine individuelle Analyse der eigenen Fehler. Die wöchentlichen Live-Sessions mit Trainern schließen genau diese Lücke.
Turnierpraxis mit Auswertung. Die vier Wochenend-Turniere im Jahr bieten die Möglichkeit, gelerntes Wissen unter echten Turnierbedingungen anzuwenden und die eigene DWZ offiziell zu verbessern, statt nur online zu spielen.
Regelmäßigkeit als Motivationsanker. Feste wöchentliche Termine erzeugen eine Verbindlichkeit, die bei reinem Selbststudium häufig fehlt. Wer allein mit Videos lernt, schiebt Trainingseinheiten leichter auf.
Direkter Kontakt zu Titelträgern. Der Austausch mit international erfahrenen Trainern und einem Großmeister persönlich ist ein Zugang, den man sich sonst nur über deutlich teureres Einzelcoaching erkaufen würde.
Was gegen Premium spricht
Der Preis ist erheblich. 129 Euro im Monat sind ein spürbarer Aufpreis gegenüber der Masterclass allein, die je nach Laufzeit zwischen 29 und 49 Euro kostet. Über ein Jahr gerechnet sind das zusätzliche rund 950 bis 1.200 Euro.
Der Nutzen hängt stark von der eigenen Teilnahme ab. Wer die Live-Termine wegen Zeitmangel regelmäßig verpasst und nur auf die Aufzeichnungen zurückgreift, verliert einen wesentlichen Teil des Mehrwerts gegenüber der günstigeren Masterclass, nämlich die direkte Interaktion.
Gruppentraining ist kein Einzelcoaching. Auch wenn Partien analysiert werden können, findet das Training in der Gruppe statt. Wer sehr individuelles, auf die eigene Spielweise zugeschnittenes Feedback sucht, bekommt das eher bei echtem Einzelunterricht, allerdings zu einem noch höheren Preis pro Stunde.
Feste Zeiten passen nicht zu jedem Lebensstil. Die Live-Trainings finden zu festen Abendterminen statt. Wer beruflich oder privat unregelmäßig verfügbar ist, profitiert weniger vom Live-Charakter, auch wenn Aufzeichnungen das teilweise ausgleichen.
Für wen lohnt sich Premium konkret
Premium eignet sich am ehesten für Spieler, die:
- bereits Erfahrung mit der Masterclass gesammelt haben und wissen, dass ihnen das Format von Huschenbeth liegt
- regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, tatsächlich Zeit für Live-Termine einplanen können
- Wert auf direktes Feedback zu eigenen Partien legen, statt nur allgemeines Wissen zu konsumieren
- an echten Turnieren mit Auswertung interessiert sind und nicht nur online spielen wollen
- finanziell bereit sind, für Struktur, Verbindlichkeit und persönlichen Austausch deutlich mehr zu zahlen als für reines Videomaterial
Weniger sinnvoll ist Premium für Gelegenheitsspieler, die primär entspannt spielen statt strukturiert trainieren wollen, sowie für alle, die aus Zeitgründen ohnehin nur unregelmäßig an festen Terminen teilnehmen können.
Ein pragmatischer Testweg
Da eine 14-tägige Geld-zurück-Garantie besteht, lässt sich das Risiko einer Fehlentscheidung begrenzen. Sinnvoll ist es, zunächst gezielt an ein bis zwei Live-Trainings innerhalb der Testphase teilzunehmen und ehrlich zu prüfen, ob das Format, das Tempo und die Trainer zur eigenen Lernweise passen, bevor man sich langfristig bindet.
Fazit
Chessence Premium bietet spürbar mehr als die reinen Videokurse, insbesondere durch direktes Trainerfeedback, echte Turnierpraxis und feste Trainingstermine, die viele Spieler eher bei der Stange halten als reines Selbststudium. Der Preis ist dafür deutlich höher, und der Mehrwert realisiert sich nur, wenn die Live-Angebote auch tatsächlich regelmäßig genutzt werden.
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Wer bereits mit der günstigeren Masterclass gute Erfahrungen gemacht hat und zusätzliche Struktur, Austausch und Praxis sucht, kann mit Premium einen sinnvollen nächsten Schritt gehen. Wer unsicher ist, ob sich das Engagement überhaupt einrichten lässt, sollte zunächst bei der Masterclass bleiben oder die Geld-zurück-Garantie nutzen, um Premium risikoarm zu testen.
